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Die besten Gipfel am Traumpfad von München nach Venedig

Der Traumpfad über die Alpen ist eine der schönsten Wanderungen durch dieses riesige Gebirge. Die Route quert durch saftige Täler, führt über luftige Scharten und Jöcher. Gipfel werden jedoch nicht so viele erreicht.

Es liegen allerdings viele Wander- und leichte Kraxelgipfel am Wegesrand, deren Aufstieg sich lohnt und mit wunderbaren Aussichten aufwartet. Wir stellen Dir die besten Gipfel etappenweise vor.

Die besten Gipfel am Traumpfad von München nach Venedig

1. Überschreitung der Achselköpfe (1.709m)

Schon die erste Etappen kann als Variante über Lenggries, das Brauneck und über die Achselköpfe gehen. Dieser Schlenker verlängert allerdings diesen Abschnitt ein ganzes Stück.

Von Bad Tölz wanderst Du an der Isar entlang nach Lenggries und steigst dann zum Brauneck auf. Mit viel Auf und Ab führt der Steig über die Achselköpfe bis zur Benediktenwand. Dort steigst Du dann ab zur Tutzinger Hütte.

  • Etappe: Bad Tölz – Tutzinger Hütte
  • Anspruch: Ohne Lift sehr lange und sehr anstrengend, teilweise ausgesetzt
  • Extra-Zeit: 4-5 Stunden

2. Biwak auf der Benediktenwand (1.801m)

Direkt auf der Benediktenwand steht eine kleine Biwakhütte. Du brauchst also nur etwas Wasser und einen Schlafsack dabei haben und schon kann Deine erste Nacht in den Bergen schon am Gipfel sein.

Du kannst durchs Längental aufsteigen – das zieht sich erst ganz lieblich, dann wird es plötzlich ganz eng und steil bis zur Probstalm. Von dort kommst Du von Osten zur Benediktenwand hinauf. Am Sattel triffst Du auch auf den Steig, der von den Achselköpfen her führt.

  • Etappe: Bad Tölz – Tutzinger Hütte
  • Anspruch: Wandergipfel mit großer Aussicht besonders im Sonnenuntergang
  • Extra-Zeit: 1 Stunde
  • Extra-Gepäck: Isomatte & Schlafsack

3. Birkkarspitze – Biwakhüttl (2.749m)

Wenn Du schon einen Schlafsack mit schleppst, dann soll es sich auch lohnen! Auf der Birkkarspitze steht eine Biwakschachtel. Du kannst so auf dem höchsten Berg im Karwendel übernachten und dort ist es aufgrund der Abgeschiedenheit sehr dunkel – also perfekt fürs Sterne schauen.

Vielleicht lässt Du Dich in der Eng ein Stück mitnehmen, dann kannst Du es leicht schaffen, übers Karwendelhaus durchs Schlauchkar gleich aufzusteigen. Allerdings machst Du das dann in der Mittagshitze.

  • Etappen: Vorderriss – Karwendelhaus & Karwendelhaus – Birkkarspitze – Hallanger-Haus
  • Anspruch: Hoch musst Du da ‘eh, aber die Nächte dort oben sind besonders
  • Extra-Zeit: keine – aber geänderte Etappenaufteilung
  • Extra-Gepäck: Isomatte & Schlafsack

4. Speckkarspitze (2.621m)

Die Speckkarspitze erwartet Dich vor dem Abstieg ins Inn-Tal. Du startest am Hallanger-Haus und steigst sowieso zu Lafatscher Joch auf. Von dort zweigt der Steig nach Westen zum Gipfel ab. Der Aufstieg ist alpin und hat einige Kraxelstellen zu bieten.

Der Steig ist mit roten Punkten gut markiert. Durch den Abstecher verlängerst Du allerdings den langen Abstieg ins tiefe Inn-Tal nochmals um gut 500 Höhenmeter.

  • Etappe: Hallanger-Haus – Inn-Tal (Hall, Wattens, Tufles)
  • Anspruch: Alpiner Aufstieg mit leichten Kraxeleinlagen, langer Abstieg
  • Extra-Zeit: 3-4h

5. Glugenzer Höhenweg (ca. 2.500m)

Auf dem Weg zur Lizumer Alm gibt es die Alpin-Variante über den Glugenzer, Gamslauer, Kreuzspitze und Rosenjoch. Allesamt über 2.500m im wilden Urgestein.

Trete diese Tour nur bei gutem Wetter an, denn dort oben hast Du keinen Schutz. Es gibt die Variante mit Übernachtung auf der Glugenzer Hütte oder als Tagestour, dann allerdings nur mit Liftbenutzung bis ganz hoch.

  • Etappe: Inn-Tal (Hall, Wattens, Tufles) – Lizum
  • Anspruch: Langer und fordernder Höhenweg durch Fels und Stein
  • Extra-Zeit: 1 Tag ohne Liftbenutzung
  • Aktuelle Weg-Infos von der Glugenzer Hütte

5a. Zur Lizum übers Naviser Jöchl

Das wäre eine Variante zum Glugenzer Höhenweg. Du steigst bis zum Schartenkogel auf und nimmst dann den urigen “Gewannsteig” über verlassenene Almen und weiter zur schrägen Almsiedlung Steinkaser-Alm.

Du wanderst einsam durch wilde Kare mit tosenden Wasserfällen und schwarzen Felsen. Die Almen sind urig und offenbaren ihren eigenen Lebensrhythmus. Letztlich steigst Du übers Naviser Jöchl von hinten rum zur Lizumer Alm.

  • Etappe: Inn-Tal (Hall, Wattens, Tufles) – Lizum
  • Anspruch: Einsame Wanderung durch alpines Urgestein
  • Extra-Zeit: keine mit Glugenzer Lift in Tufles

6. Geier & Lizumer Reckner (2.878m)

Von der Lizumer Hütte weg gibts gleich Frühsport: Du steigst zum Pluderling-Sattel auf. Dort zweigt dann der Steig zum Geier (2.878m) ab. Eine kurze Kraxelei und Du stehst ganz oben mit einmaligem Blick auf den Junsee.

Wer noch nicht genug hat, der kann noch eine Kraxelpartie oben drauf legen und auf den Lizumer Reckner aufsteigen. Dort hat das Militär einen Übungsklettersteig eingerichtet.

  • Etappe: Lizumer Alm – Junsee – Tuxer Joch
  • Anspruch: Rucksack deponieren und entspannt aufsteigen
  • Extra: 1 Stunde für den Geier, 2 Stunden bis zum Lizumer Reckner

7. Hoher Riffler (3.231m)

Der Traumpfad führt Dich dort fast vorbei. Der Hohe Riffler ist allerdings nicht leicht zu haben. Es ist ein wegloses Abenteuer an ein paar steilen Fernern vorbei.

Du verlässt den Steig zur Friesenbergscharte unterhalb des Ferners nach Westen und steigst dann weglos auf der Ostseite bis zum Grat auf. Zweige früh genug ab, die Querung des Ferners ohne Eisausrüstung ist nicht zu empfehlen. Dem Grat folgst Du dann zum Gipfel. Der Abstieg dann auf dem Normalweg nach Süden zum Friesenberghaus.

  • Etappe: Tuxer Joch – Friesenbergscharte – Olperer Hütte / Dominikushütte
  • Anspruch: Abenteuerliche Route für Bergsteiger
  • Extra-Zeit: 4 Stunden

8. Hochfeiler (3.510m)

Das wäre der höchste Gipfel, der am Wegesrand liegt. Du steigst von Pfitscher Joch nicht bis nach Stein ab, sondern gehst direkt zur Hochfeiler-Hütte. Von dort kannst Du Dich am nächsten Morgen auf den Klettersteig zum Hochfeiler machen.

Checke allerdings die Bedingungen am Berg, manchmal kann auch im Sommer der ganze Gipfel verreist sein. Gutes Wetter ist für diese Tour natürlich vorausgesetzt. Das Pfunderer Tal erreichst Du dann nicht über das Gliederschartl, sondern über den Gliederferner und die Edelrauthütte.

  • Etappe: Pfitscher-Joch/Stein – Gliederschartl – Pfunderer Tal
  • Anspruch: Bergsteiger-Gipfel mit Gletscherkontakt
  • Extra-Zeit: 5-6 Stunden
  • Extra-Gepäck: Klettersteig-Ausrüstung, Grödel

9. Peitlerkofel (2.875m)

Der Peitlerkofel ist gleich der erste richtige Dolomiten-Gipfel, den Du zu Gesicht bekommst. Obwohl schon ein richtiger Zacken, ist er von hinten gar nicht so schwer zu besteigen. Im oberen Teil befindet sich ein kurzer, gut gesicherter Klettersteig. Wegen der vielen Begehungen ist ein Helm auf jeden Fall zu empfehlen.

  • Etappe: Kreuzwiese – Schlüterhütte
  • Anspruch: Schöne Kraxelei, wenn nicht soviele Leute dort sind
  • Extra-Zeit: 3-4 Stunden
  • Extra-Gepäck: Helm, ggf. Klettersteig-Ausrüstung

10. Cima Piscaidú (2.985m)

Vom Grödner Joch siehst Du ihn noch nicht, aber sobald Du aus dem Val Setus draußen bist und quasi im ersten Stock der Sella bist, steht er da wie eine Eins: der Cima Piscaidú.

Von der Piscaidú-Hütte gehst Du weiter Richtung Piz Boé. Oben an der Scharte im Val de Tita versteckst Du Deinen Rucksack und steigst auf dem treppenartigen Aufbau einfach hoch.

  • Etappe: Puezhütte / Grödner Joch – Rifugio Piscaidu – Rifugio Boé
  • Anspruch: Imposanter Gipfel auch für Wanderer genießbar
  • Extra-Zeit: 1,5 Stunden

11. Piz Boé (3.152m)

Noch am gleichen Tag kannst Du auf den Piz Boé steigen. Vom Refugio Boé ist es eine knappe Stunde Aufstieg zum Gipfel und der kleinen, bewirtschafteten Hütte Capanna Fassa. Die Aussicht von dort oben ist der Hammer!

Im Aufstieg gibt es eine kurze Kraxelstelle, die gut versichert ist. Ansonsten ist es einfach aber steil bis zum Gipfel. Der Abstieg erfolgt auf der Südseite und bringt Dich schon fast bis zur Forcella Porodoi.

  • Etappe: Puezhütte / Grödner Joch – Rifugio Piscaidú – Rifugio Boé
  • Anspruch: 3.000er Wandergipfel mit Weltklasse-Aussicht
  • Extra-Zeit: 1,5 Stunden

12. Marmolada

Die Königin der Dolomiten ist von der Sella schon in ihrer ganzen Pracht sichtbar. Dieser Gipfel ist ähnlich wie der Hochfeiler für die Bergsteiger. Du kannst über den Klettersteig am Westgrat auf- und absteigen ohne Gletscherkontakt zu haben.

Nach dem Bindelweg steigst Du gleich wieder auf zum Refuigo Capanna al Ghiacciaio. Am nächsten Morgen startest Du sehr zeitig zur Forcella Marmolada auf. Dort beginnt der Klettersteig (KS: B) am Westgrat zum Gipfel Punta Penia. Im Abstieg an der Südwand der Marmolada vorbei über den Passo Ombreta und weiter bis nach Alhege.

  • Etappe: Rifugio Boe – Fedaia-See – Alhege
  • Anspruch: Klettersteige und Länge sind nur für gestandene Bergsteiger genießbar
  • Extra-Zeit: 6 Stunden
  • Extra-Gepäck: Klettersteig-Ausrüstung, Grödel

13. Cima di Coldai (2.402m)

Ein schroffes Kraxelgipfelchen mit toller Bergblumenwiese. Direkt an der Forcella Coldai kannst Du rechter Hand steil zur Cima di Coldai aufsteigen.

Es ist ein kleiner Pfad, der an manchen Stellen sich etwas luftig um die Felsen schlängelt. Durch seinen prominenten Nachbarn, die Civetta, bekommt er nicht soviel Besuch und es liegt auch einiges an Schotter rum. Wer Edelweiß sehen will, der wird an den Hängen fündig.

  • Etappe: Alhege – Forcella Coldai – Rifugio Tissi
  • Anspruch: Nette Kraxelei, aber nicht ohne
  • Extra-Zeit: 1,5 Stunden

14. Schiara-Gipfel (2.565m)

An der Schiara scheiden sich die Geister. Der Klettersteig-Abstieg (KS: B/C) durch die Südwand schreckt viele Wanderer ab. Für andere ist es ein würdiger Abschluss. Für alle, die sich für den Klettersteig entscheiden: steig noch hoch auf den Schiara-Gipfel, die Aussicht dort oben zieht Dir die Socken aus.

Direkt an der Forcella Marmol zieht sich rechter Hand der Klettersteig ziemlich luftig ums Eck. Das sind nur ein paar Meter, dann ist es wieder Gehgelände bis zum Gipfel. Der Blick reicht bis zum Alpenhauptkamm und weit nach Süden zur Adria.

  • Etappe: Pian de Fontana – Rifugio 7° de Alpini
  • Anspruch: Nur lohnend für alle, die den Klettersteig gehen
  • Extra-Zeit: 30 Minuten

Tipp: Direkt am Beginn des Klettersteig steht eine rote Biwakschachtel. Wenn Du Dir die Tour entsprechend planst, kannst die letzte Nacht in den Bergen nochmals draußen genießen.

Egal welche Variante und welche Gipfel Du auf dem Weg über die Alpen besuchst: Es ist Dein Traumpfad!


Die Alpen überqueren: Länger wandern - mehr genießen
Lies auch unsere Tourbeschreibung – wir laden Dich dort mit spannenden Bildern und unseren Eindrücken zu einem schönen Tagtraum ein.



Das Infopaket zur Tour:

Die besten Gipfel am Traumpfad von München nach Venedig-Infopaket
Wenn Du gleich zu den Hardfacts springen willst. In unserem Infopaket findest Du alles was Du zum gleich Loswandern brauchst.


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Was ist Dein Lieblingsgipfel am Wegesrand des Traumpfads? Schreib uns, wenn Du noch weitere lohnende Gipfel kennst oder auch wenn Du noch mehr Details erfahren möchtest.

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6 Kommentare

Rene 21. April 2019 - 18:49

Hallo Wanderer des Traumpfads!
Jetzt gibt’s auch ein Lied zum Weg:

https://youtu.be/oLNEnv18wX4

Bin leztes Jahr aber nur bis Pfunders gelaufen. Da kommt in diesem Jahr also noch mindestens eine “Dolomiten Strophe” dazu…

Viele Grüße,
René

Antworten
Uli 1. Mai 2019 - 13:44

Hallo Rene!
Yeah! Super Dein Lied. Vielen Danks für Teilen!
Bin schon auf die Dolomiten-Strophe gespannt.
Hab eine trockenere Etappe dann 😉
Grüßl
Uli

Antworten
K2 17. April 2019 - 21:37

Hallo.

Mmmh, die Beschreibung zum Hochfeiler irritiert mich etwas: Klettersteig-Ausrüstung ?
Da gibt es doch nirgends einen Klettersteig (nur kurze Stahlseil-versicherte Passage nach Hütte gen Gipfel, wenn man nicht den direkten Weggeht und auf der anderen Seite des Gliederferners über die erste Steilstufe) …

Prima, daß die Hochfeilerhütte ab diesem Sommer augenscheinlich wieder bewirtschaftet wird (nachdem sie zuletzt ja leer stand).

Schöne Grüße
K2.

Antworten
Uli 26. April 2019 - 18:53

Hallo K2!
Vielen Dank für Deinen Einwand. Als ich über die Alpen ging, war leider kein passendes Wetter für den Hochfeiler. Dein Kommentar ermuntert mich das diesen Sommer nochmal anzupacken.
Grüßl
Uli

Antworten
Petra 20. Juli 2017 - 18:52

Hallo Uli, schöner Beitrag! Wir haben den Traumpfad letztes Jahr mit Hund am Stück gemacht. Und deshalb nicht alle “Gipfel” mitgenommen. Aber auf dem 3’125 m hohen Piz Boé waren wir mit unserem Vierbeiner. Ein unvergessliches Erlebnis…göttlich! Und wie wir finden bei schönem Wetter ein absolutes “Muss”. Auch die Übernachtung im Rifugio Boé würden wir unbedingt empfehlen, denn die Stimmung dort oben in dieser Mondlandschaft am Abend ist einfach der Hammer. Wir hatten aber vielleicht letzten Juli auch einfach Glück…wer mal gucken möchte, es gibt einen Film dazu: https://www.youtube.com/watch?v=MBx-43Tmmb0 Liebe Grüsse und immer nurMut! Petra & ihr Rudel 😉

Antworten
Uli Schrempp 22. Juli 2017 - 16:47

Hallo Petra! Vielen Dank für die Blumen. Beim ersten Mal war ich allein losgezogen, beim zweiten Mal war Christiane mit dabei. Jetzt kann ich aus vollem Herzen bestätigen: Geteilte Freude, ist doppelte Freude!
Ach und bei den schönen Bildern in Eurem Film krieg ich auch gleich wieder Lust loszulaufen …
Grüßl aus Weißwurschdcity
Uli

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