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Einfach mal draußen schlafen

Genau so einfach kann es sein. Matratze auf den Balkon. Gute Nacht! Isomatte und Schlafsack in den Garten. Gute Nacht. Einfach, weil’s ein toller Ausflug aus dem Alltag ist. Denn das Abenteuer wartet direkt vor der Haustür auf Dich – es klingelt aber nicht.

Angelockt von der Idee? Dann nutze unsere Informationen, damit Deine Übernachtung im Freien gelingt. Auf geht’s, tausche Bequemlichkeit gegen Abenteuer!

So geht’s

Es gibt nur eine Änderung: Schlafe unter freiem Himmel, sonst bleibt Dein Tag wie immer:

  • Packe abends Dein Bett ein
  • Geh raus, schlaf draussen
  • Komm zum Frühstück wieder rein

Ist das nicht super aufwändig für eine Nacht?

Vielleicht denkst Du jetzt an ein Biwak irgendwo fernab der Zivilisation oder hoch oben in den Bergen. Solche Schlafplätze sind ganz was besonderes, weil es Dich was gekostet hat, genau diesen Ort zu erreichen. Sowas kriegst Du wahrscheinlich unter der Woche nicht unter. Was Du aber locker einrichten kannst ist:

Bett auf dem Balkon

Das ist die Luxus-Variante im Quick & Dirty Stil. Voraussetzung ist, dass Du einen Balkon oder Terrasse hast, der nicht an einer viel befahren Straße liegt.

Quick: Du packst Matratze und Bettzeug raus. Fertig!
Dirty: Du bist zwar nicht in der Natur, aber schon mal draußen.

Schlafe im Garten

Der weiche Rasen wird zu Deinem Bett. Mit Isomatte und Schlafsack kommst Du sicher durch die Nacht. Du schläfst schon in der Natur, hast aber den geschützten Raum Deines Gartens um Dich rum.

Schlafe an einem Lieblingsort

Du hast keinen Garten? Dann trag Deinen Schlafsack zu Deinem Lieblingsort ums Eck. Es kann der See sein, eine Wiese am Waldrand. So bist Du dann wirklich draußen, denn bis zur Wohnung ist es ein vielleicht Stück.

Allein oder mit einem Freund?

Die Vorstellung, ganz allein ohne vier Wände im Freien zu schlafen, kann einem leicht ein mulmiges Gefühl bescheren. Ist ein guter Freund dabei, dann lässt sich die ungewohnte Situation leichter ertragen und Ihr teilt hinterher ein tolles gemeinsames Erlebnis.

Lohnt sich das? Was hast Du davon?

Eine Nacht unter freiem Himmel ist immer etwas Besonderes, Du brichst aus Deinem Alltag aus und bist viel näher dran an der Natur. Wenn Du Dich abends in Dein Schlafsack kuschelst und es langsam mollig warm wird, kannst Du der Welt zuhören, wie sie zur Ruhe kommt.

Wenn Deine Lampe ausgeschaltet ist und sich Deine Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, dann sind plötzlich viel mehr Sterne zu sehen. Sterne gucken ist einfach toll! Das Klein-Klein des Alltags wird unwichtig, die unendliche Weite bläst Deine Sinne frei und macht den Weg frei fürs Wesentliche.

Wer ohne Zelt draußen schläft, setzt sich der Welt aus. Diese Situation ist in den ersten Nächten ungewohnt. Meist brauche ich eine Weile bis ich mich beruhigt und daran gewöhnt habe, so ungeschützt zu sein. Es fordert ein wenig Mut von mir, darauf zu vertrauen, dass alles gut ist – einfach so.

Erlebe wie die Welt am frühen Morgen erwacht. Genieß das schöne Licht beim Sonnenaufgang. Die Vögel singen ihrer ersten Lieder. Der Hahn kräht, die Sonne kitzelt Deine Nasenspitze. Du bist ganz nah dran an diesem Tag und hast schon etwas Besonderes erlebt bevor Du auch nur einen Finger in deinem Job gerührt hast.

So hast Du eine gute Nacht unter freiem Himmel

Klar ist, dass draußen schlafen erstmal nicht ganz so erholsam sein wird, als wenn Du Dich in vertrauter Umgebung in Dein Bett kuscheln kannst. Aber für den entgangenen Schlaf wirst Du fürstlich entschädigt. Damit Deine Nacht draußen eine ‘gute’ wird, befolge unsere Tipps:

Wetter

Du wünschst Dir sicherlich nicht, nachts von einem Regenschauer geweckt zu werden. Mit eiskalten Füßen schläft es sich auch ziemlich schlecht. Schau Dir also die Wetterprognose an. Gute Bedingungen sind: Es sollte eine trockene Nacht über 10°C sein.

Kissen mitnehmen

Nimm nicht nur Isomatte und Schlafsack mit, sondern auch ein Kissen. Du musst das Zeug ja nicht lange durch die Kante schleppen, darum kannst Du Dir den Luxus leisten. Mit gut gebettetem Kopf schläft es sich einfach besser. Es gibt spezielle Reise- und Campingkissen, Du kannst aber auch einfach zwei, drei dicke Pullover nutzen.

Tee trinken und genießen

Gönn Dir einen Schlummertrunk. Nimm eine Thermoskanne mit Tee mit. Der ist nicht nur zum Einschlafen gut, sondern auch zum Aufwachen am frühen Morgen: Noch warm eingepackt im Schlafsack wird Dir eine Tasse Tee zum Geschenk.


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Halte Deinen Kopf warm

Nimm Dir eine Mütze mit, denn Dein Kopf schaut aus dem Schlafsack raus. Viele Schlafsäcke haben schon eine Mütze integriert, die man zuziehen kann. Zugezogen ist mir ist das oftmals zu eng und zuviel „Gewurstel“, drum trage ich lieber eine Mütze.

Feuchtigkeit

Es wird feucht über Nacht. An Bächen, Flüssen und Seen natürlich mehr. Aber auch in Wiesen zieht es ganz schön Feuchtigkeit. Am Waldrand oder unter einem Baum ist es eher trockener. Stell Dich drauf ein, dass Deine Sachen morgens klamm sind. Daher gilt:

  • Packe Deine Kleider in den Rucksack. Lasse nichts offen draußen liegen
  • Hänge danach Deinen Schlafsack an einem luftigen Ort zum Trocknen auf
morgens sind die Schlafsäcke erstmal feucht, aber die Sonne tut bald ihr gutes Werk

Tiere und Insekten

Wer in Deutschland nachts von wilden Tieren Besuch bekommt, der darf sich glücklich schätzen. Als Gast in ihrem Lebensraum verhalte Dich bitte respektvoll. Leuchte nicht unnötig mit der Lampe herum und vermeide nachts großen Lärm.

Meist halten sich die Tiere weit von den Menschen fern, aber nicht so die Insekten. Probleme mit Ameisen wirst Du nur haben, wenn Du Dich direkt über eine ihrer Straßen legst, ein süßes Krümelmonster bist oder sehr nah am Ameisenhaufen schlafen willst. An feuchten Plätzen kann es Stechmücken haben, halte sie Dir mit Mückenschutzmittel vom Leib.

Rechtliche Situation

Auf Deinem privaten Gelände darfst Du Dir das erlauben. In allen Schutzgebieten ist es verboten. Irgendwo einfach nur schlafen ist eine rechtliche Grauzone. Verhalte Dich rücksichts- und respektvoll, dann passiert meist nichts. Wer’s genau wissen will, der wird bei aufundab.eu fündig.

Jetzt bist Du dran!

Du hast alles Wichtige erfahren. Der Sommer fängt gerade erst an, Du kannst Dich über Balkon und Garten langsam nach draußen schlafen. Gerade für die ersten Nächte in der Natur ist es gut, wenn Du leicht den Rückzug antreten kannst.

Also überleg nicht lang: Schnapp Dein Zeug und raus!

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2 Kommentare

Astrid 31. August 2019 - 12:27

Schlafen im Freien. Bislang habe ich das noch nicht gewagt. Jetzt habe ich richtig Lust dazu. Vielen Fank für die guten Tipps

Antworten
Uli 18. September 2019 - 18:38

Hallo Astrid!

Wir drücken Dir die Daumen. In den ersten Nächten ist man noch aufgeregt, aber das legt sich und der Schlaf wird immer besser.

Grüße
Uli

Antworten

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